

Immer locker bleiben – mit Belastungen richtig umgehen
„So ein Stress!“, stöhnen viele und vergessen dabei, dass Belastungen auch positive Wirkungen haben können. Wer sich nie anstrengt, sondern immer im gleichen Rhythmus lebt, leidet auch. Daher wird ein ausgewogener und anregender Stress als positiv bewertet. Nur zu starke Belastungen können krank machen.
Anstrengende und aufregende Erlebnisse führen zu Stress. Doch hierbei muss man positive und negative Erfahrungen klar voneinander unterscheiden. Denn jeder Mensch hat ein unterschiedliches Stressempfinden und eine unterschiedliche Reizschwelle. Während den Einen ein Vortrag vor einer Menschenmenge ängstigt und ihm Schweißperlen auf die Stirn treibt, genießen Andere ihren großen Auftritt. Den Einen nervt der Lärm von der Straße, der Andere beglückwünscht sich, dass er in einem belebten Viertel wohnt. Daher reden die Experten auch von zwei Stressarten: Dem guten Stress – „Eustress“ (Eu für „gut, schön“) und dem schlechten - „Distress“ (diss für schlecht, krankhaft).
Zum Eustress zählen Wissenschafter so angenehme Dinge wie Entspannung mit Familie und Freunden, Spiel, Musik, Zärtlichkeit, Tanz und vieles mehr. Diese Tätigkeiten dürfen ruhig körperlich und geistig anstrengend sein. Falsch wäre es, aus Angst vor belastendem Stress auf viele Erfahrungen zu verzichten. Denn auch ein Mangel an Anregungen und Erfahrungen kann negativ belastend sein. So kann z. B. die Belastung durch Arbeit als positiver oder negativer Stress erlebt werden. Positiv wird die Belastung, wenn uns die Arbeit ausfüllt und wir Schwierigkeiten als Herausforderungen erleben. Negativ wird sie, wenn wir entweder nicht mehr auf Ausgleich achten oder wenn die Tätigkeit monoton und unterfordernd ist.
Körperliche Reaktionen auf Stress
Stress – ob positiv oder negativ – setzt Adrenalin im Körper frei. Zu Zeiten der Mammutjagd war das sinnvoll: Der Adrenalinschub bietet die Energie, um sich in Sicherheit zu bringen. Der Puls beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, die Pupillen werden größer, die Muskeln spannen sich an. Doch Flüchten hat heutzutage keinen Sinn mehr. Der Körper schaltet auf Aktivität, lebt sie allerdings nicht aus und es kommt zu Störungen im Hormonhaushalt, einem überhöhten Adrenalingehalt im Blut. Allerdings nur dann, wenn häufig oder anhaltend Stresssituationen eintreten.
Ein kleiner Adrenalinschub hingegen tut sogar gut und regt das Immunsystem an. Denn die Hormone Cortisol, Adrenalin und Endorphin stärken die Abwehrkräfte.
Als Gegengewicht zur Büroarbeit sollte sich jeder auch körperlich betätigen. Das senkt den Adrenalinspiegel und hilft den Bewegungsdrang auszuleben, der durch die Stresssituationen entstanden ist.
Was tun bei negativen Stresssymptomen?
Achten Sie auf erste Anzeichen von negativem Stress wie Reizbarkeit, andauernde Müdigkeit oder Kopfschmerzen. Erstellen Sie eine gute Planung Ihres Tagesablaufs. Schaffen Sie Prioritäten, um nicht unter der Fülle der Anforderungen einzuknicken. Und legen Sie Zeit für Pausen fest, die auch eingehalten werden. Entspannt gehen Sie die Arbeit effektiver an.
Negative Stresssymptome
- Kopfschmerzen, Migräne,
- Magenverstimmung,
- Angespanntheit,
- Irritierbarkeit / Reizbarkeit,
- Durchfall,
- Verstopfung,
- Mangel an Energie,
- Gefühl der Hoffnungslosigkeit,
- Konzentrationsprobleme,
- Übermäßiges Essen,
- Auslassen von Mahlzeiten,
- Häufige Erkältungen,
- Gefühl der Machtlosigkeit,
- Vergesslichkeit,
- Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen,
- Schlaflosigkeit / Schlafprobleme,
- Erhöhter Konsum von Tabak, Alkohol oder Medikamenten.
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