TeleArzt mit Telematik-Award 2017 ausgezeichnet

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Unter der Schirmherrschaft der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung in Berlin Dilek Kolat wurde das Konzept TeleArzt der TeleArzt GmbH als Pionierleistung der Versorgung auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin mit dem Telematik Award 2017 ausgezeichnet.
Eine hochkarätig besetzte Jury aus Hochschullehrern und Praktikern wählte das Projekt, das in 5 KV-Bezirken seit dem 1.7.2017 von der GWQ ServicePlus AG (GWQ) und vom PKV-Verband unterstützt wird, als Preisträger aus.
„Die hausärztliche Versorgung“, so Hausarzt Dr. Thomas Aßmann, von der TAG GmbH, „ist für alle Beteiligten eine zunehmende Hausforderung, denn insbesondere auf dem Land nimmt der Bedarf an Versorgung stetig zu, die Zahl der Ärzte geht genau so stetig zurück“. Wir suchten nach einer Lösung, die die Versorgung der Patienten verbessert, ohne dem Arzt mehr Arbeit aufzubürden.
„Diese Aufgabenstellung war nicht leicht zu lösen“, erläutert Dr. Thomas Zenk, Geschäftsführer der vitaphone GmbH und verantwortlich für die Technik. Der Kern des Lösungsansatzes besteht darin, die räumliche Distanz zwischen Arzt und Patienten mit technischen Hilfsmitteln faktisch zu eliminieren. „Das“, so Dr. Zenk, „ist der Inbegriff der Vorsilbe Tele im Wort Tele-Medizin“. Um zugleich eine Mehrbelastung für den Arzt zu vermeiden, kommt die Delegation bestimmter Leistungen an eine besonders ausgebildete medizinische Versorgungsassistentin (MFA) hinzu. Der Arzt wählt in der Praxis diejenigen Patienten aus, die von der Tele-MFA besucht werden sollen. Bei ihrem Besuch vor Ort nimmt die Tele-MFA die Vitaldaten der Patienten mit modernsten Geräten auf und überträgt sie sofort in die Arztpraxis. Der Arzt kann sie sofort befunden und sich bei Bedarf über Videotelefonie zusätzlich mit Mitarbeiterin und Patienten in Verbindung setzen. Er gewinnt dabei weitere Erkenntnisse, die für die Diagnose von Bedeutung sein können. Der Arzt wird also nur eingeschaltet, wenn er gebraucht wird, was ihm Zeit erspart.
Der Durchbruch der Lösung ist aber auch der Unterstützung durch mehr als 30 Krankenkassen zu verdanken. So unterstützt die GWQ und eine wachsende Anzahl von ihr gebündelter Krankenkassen (u.a. Bertelsmann BKK, BIG direkt gesund, die Schwenninger Krankenkasse, Daimler BKK, Bosch BKK, BKK HMR und SBK) und der PKV-Verband mit nahezu allen Privatkassen in Deutschland diese neue Versorgungsform in 5 KV-Bezirken.
Die entsprechenden Vertragswerke mit den Kassen sind daher genauso ein Bestandteil des Konzepts wie die qualifizierte Ausbildung besonders vorgebildeter Medizinischer Versorgungs-Assistentinnen der Hausarztpraxis im Bereich Telemedizin.
„Natürlich“, so Dr. Aßmann, „freuen wir uns über den Preis. Denn Pionierleistungen erfordern von allen Beteiligten unternehmerische Kraft und viel persönlichen Einsatz. Noch mehr freuen wir uns aber für unsere Patienten. Denn diese besser versorgen zu können, ist Inbegriff des ärztlichen Ethos“. Die BKK HMR unterstützt das neue Versorgungsmodell "TeleArzt", das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in allen Bundesländern angeboten wird.
Tele-Arzt - hausärztliche Versorgung mit Telemedizin